Beschreibung
Kharg/1. Teil, Anatol Herbst
Das unerwartete H in seinem Namen – und im Buchtitel – lässt es schon vermuten: Für Kharl ist im Leben alles ein bisschen anders, eine unerklärliche Distanz liegt zwischen ihm und der menschlichen Banalität, die er um sich herum beobachtet. Kharl nennt das seine genetische Einsamkeit und wir sehen ihm zu wie er sie nach und nach auslotet. Dabei stösst er nicht nur an emotionale Hürden, sondern auch sein Körper muss einiges einstecken, wenn er ihn blindlings ins Alltägliche zu werfen versucht. Er scheint diese Blessuren aber zu brauchen, denn jede einzelne bringt ihn dem Kern seines Wesens ein Stückchen näher.
Kharg ist eine Suche, die im ersten Teil Kharls Kindheit und Jugend umfasst. Was ist es eigentlich, fragt er sich, das sich immer wieder so querstellt? Ist es das Erbe seiner abgedehten Familie voller nicht mal liebenswerter Exzentriker? Ist es sein ungestümer Versuchsmodus mit sich selbst? Oder ist eben einfach alles einfach so, weil es schon immer so war? Kharl hat keine Antwort, sammelt aber geduldig Beweisstücke. Wenn er genug davon zusammen hat, so hofft er, wird sich das Rätsel von selbst lösen. Wie schon in Apheion lädt Herbst uns zu seinem Lebensexperiment ein, das am Ende des ersten Teils von KHARG noch lange nicht aufhört.
Roman, 195 Seiten, E BOOK
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